SOMMER AUF ASPHALT

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INHALT

Les, eine energiegeladene Fahrradkurierin, hält von der Zukunft nicht viel und genießt ihren chaotischen Alltag zwischen rasanter Lieferung und spontanen Partys. Doch das Auftauchen ihres entfremdeten Vaters Bert und ihre ungeplante Schwangerschaft stellen ihr Leben auf den Kopf. Fahrradkurier Tyler - der Erzeuger und selbst noch ein Kind - hätte richtig „Bock“ auf ein Baby, genau wie Roya, die Frau, mit der Les gerade ins Bett geht und von der sie insgeheim gerne viel mehr hätte. Les‘ Welt gerät aus den Fugen - und dabei hat Bert ihr noch gar nicht gesagt, dass er ein ernstes Problem hat…

„Sommer auf Asphalt“ entstand als TV-Produktion, eröffnete das Filmfest Emden-Norderney und wurde dort mit dem SCORE Bernhard-Wicki-Preis ausgezeichnet. „Filmwelt Verleihagentur“ brachte den Film im Anschluss für eine Event-Kinoauswertung im Juni 2026 Deutschlandweit auf die Leinwand.

BESETZUNG

Bert
Christoph Maria Herbst

Les
Mala Emde

Tyler
Aaron Hilmer

Roya
Gina Haller

Paco
Danilo Kamperidis

Maniok
Leon Ullrich

Sonja
Jenny Schily

Dr. Dimitriu
Moritz Führmann

u. v. m.

als Gäste:
Heinz Strunk (Autofahrer)
Jan Ullrich (Food-Kurier)

STAB

Regie
Simon Ostermann

Buch
Brix Vinzent Koethe

Romanvorlage
Wolf Schmid („Pedalpilot Doppel-Zwo“)

Kamera
Johannes Greisle

Szenenbild
Jeannie Ulrich

Kostüm
Elisabeth Kesten

Maske
Nica Fass, Judith Grotenrath

Schnitt
Ramin Sabeti

Musik
Linda-Philomène Tsoungui

Produktionsleitung
Marten Riese, Frederik Keunecke (NDR)

Ton
Matthias Wolf

Casting
Liza Stutzky, Anja Dihrberg

Produzenten
Daniel Perdelwitz, Levin Hübner

Redaktion
Sabine Holtgreve (NDR), Daniela Muck (ARTE)

Länge
88:26 Minuten

Drehorte
Hamburg, Wedel, Lüneburg

„Sommer auf Asphalt“ ist eine Produktion der Wüste Medien GmbH, gefördert mit Mitteln der nordmedia-Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und der Moin Filmförderung im Auftrag des NDR in Zusammenarbeit mit ARTE für Das Erste.

ROLLENPROFILE, INTERVIEWS & STATEMENTS

MALA EMDE SPIELT

VALESKA / LES

A woman in a gray jacket smiling at the camera with a blurred background.

Bei Les muss alles schnell gehen. Vielleicht ist sie deshalb Fahrradkurierin. Liebhaberinnen und Liebhaber wechseln in der gleichen Geschwindigkeit, mit der sie ihre Touren erledigt. Von Dauer sind nur die Tattoos, mit denen ihr Körper übersät ist. Aber Les mag keine Zuschreibungen, deshalb sind viele der Tattoos per Zufall dem Radio abgelauscht. Bekifft oder betrunken von einer Kollegin nach Feierabend in die Haut gestochen. Sie tritt für eine Kooperative in die Pedale. Hier sind alle gleich, es gibt keine Hierarchie. Wie gut sie ihren Job zu machen hat, sagt ihr kein Chef, sondern allein Solidarität mit den Kolleg*innen und ihr Ehrgefühl.

Mit dem Thema Familie hat Les eigentlich abgeschlossen, aber jetzt kommt es mit Macht zurück. Auf einmal sitzt ihr Vater vor ihrer Tür und quartiert sich für ein paar Tage ein. Norbert, oder wie sie sagt: Bert, geht ihr auf der Stelle auf die Nerven mit guten Tipps und Hilfsbereitschaft für Les, oder wie er sagt: Valeska. Les findet es schon übergriffig, dass er ihr ihr Lieblingsessen zubereitet. Dann bricht sie sich den Arm und Bert springt für sie ein. Als Les es erfährt, ist sie not amused, aber was soll sie machen. Die Crew liebt den spießigen Friseur mit dean uncoolen Sprüchen und dem großen Herzen.

Als sie klein war, hat erst die Mutter sie verlassen, und dann hat Bert sie der Mutter zurückgebracht. Immer war Les zuviel. Also bleibt sie allein, da kann sie so viel sein, wie sie will. So ganz klappt das mit dem Alleinsein aber nicht: Les ist schwanger. Tyler, ein Kollege, der gerne bei ihr seine Klamotten wäscht und mit dem sie ein paar Mal Sex hatte, ist der Vater. Jedenfalls biologisch. Und er ist für Les‘ Geschmack zu euphorisch, als er davon erfährt. Roya ist ihr am liebsten und kommt dem, was man eine Beziehung nennen könnte, am nächsten. Natürlich völlig unverbindlich. Die findet den Gedanken, Mutter zu sein, auch attraktiv. Was haben die nur alle? Wieso pfeifen die denn freiwillig auf ihre Unabhängigkeit?

A woman in a gray jacket smiling at the camera with a blurred background.

„Ein Zustand göttlich fürs kreative Schaffen“

Interview mit Mala Emde

Sie spielen die Fahrradkurierin Les – was hat im Kern von Beginn Ihre Faszination an der Rolle ausgemacht?
Les’ höchster Wert ist die Freiheit, und die verbindet sie damit, allein sein zu müssen. Aber da täuscht sie sich, sie lernt auf dieser Reise, dass Freiheit nicht das Alleinsein als Voraussetzung braucht. Auch in einer Gemeinschaft kannst du dich frei fühlen, wenn du die richtigen Menschen um dich hast. Aber dieser Freiheitsdrang und auch diese Unabhängigkeit war für mich aus schauspielerischer Sicht sehr spannend, denn eine solche Frau habe ich einfach lange nicht im Kino gesehen: eine, die sich einfach nicht an Rollenbildern, sexuellen Stereotypen oder Schönheitsidealen orientiert, sondern ihren ganz eigenen Stil fährt und ihre eigene Vorstellung von Zukunft hat. Ungemein interessant ist das vor allen Dingen auch deshalb, weil all das im Film nicht explizites Thema, sondern einfach als Voraussetzung der Figur gegeben ist.

Was hebt Les noch von anderen gängigen weiblichen Hauptfiguren ab?
Zum Beispiel ihre Körperlichkeit, die mir sehr gefällt. Ich erlebe in Drehbüchern immer noch häufig, dass die Frau im Grunde der emotionale Motor der Geschichte ist. À la Godard: Alles, was ein Film braucht, ist ein Revolver und ein Mädchen. Das ist mitunter schon wahnsinnig langweilig, wenn du als Spielerin nicht selber die Fahrerin bist, sondern immer nur das Vehikel. Und ich glaube, dass in diesem Film Les die Fahrerin ist.

Und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch buchstäblich und äußerst rasant. Haben Sie für den Film Ihre Radfahr-Skills trainiert?
Absolut. Es war mir auch wichtig, selbst zu fahren und dass man mir abnimmt, da angstbefreit durch die Straßen zu kurven. Ich bin mehrere Tage mit einem Kurier und einer Kurierin im Windschatten mitgefahren. Vor allen Dingen ist mir dabei Zweierlei aufgefallen: Dass sie so rasant fahren, rührt von dem Bemühen, so viele Fahrten wie möglich zu machen. Daraus ergibt sich die große Kurierfahr-Regel, nicht den Boden zu berühren – also niemals anhalten! Und was ich zum anderen gelernt habe: Baue zu allen Blickkontakt auf. Weil in dem Moment, wo du jemandem ins Auge schaust, nimmt er dich nicht mehr als Objekt wahr, sondern als Menschen, und dadurch gibt er Acht auf dich. Ich fahre seitdem anders Fahrrad.

Ein zentrales Element des Films ist die wunderbar erzählte Vater-Tochter-Beziehung. Wie haben Sie und Christoph Maria Herbst sich diese wunderbare Chemie der Figuren zueinander erarbeitet?
Uns war klar: Wir können die Entfremdung nur erzählen, wenn wir auch zeigen, wie nah sich beide einst waren. Regisseur Simon Ostermann hat das in den Proben ganz wunderbar dirigiert. Gemeinsam mit Christoph Maria Herbst – was für ein A-Klasse-Schauspieler! – haben wir überlegt: Wie haben die beiden zusammengelebt, als Les klein war? Was hat sie verbunden? Wir alle haben einen Vater, und wenn wir ihn kennen, merken wir oft, dass wir uns ähneln oder dass wir etwas gleich machen – wofür wir uns teils vielleicht auch schämen. All das war uns wichtig. Ich finde, dass der Hauptaspekt in unserer Arbeit als Spielende ja darin besteht, Beziehungen zu erzählen. Und um das tun zu können, müssen wir miteinander Zeit verbringen, damit unsere Körper sich aneinander gewöhnen. Auch wenn wir eine Entfremdung erzählen, wenn sich also ein Vater und seine Tochter jahrelang nicht gesehen haben: Ihre Körper wissen trotzdem voneinander. Deshalb ist es für mich als Spielerin wichtig, ganz viel Zeit mit den Mitspielenden zu verbringen, damit mein Körper nicht mehr in dieser Anspannung ist, diesem Gefühl, sich benehmen zu müssen, weil man mit jemandem ist. Irgendwann ist der Körper dann so, als wäre man allein. Und dieser Zustand ist göttlich für das kreative Schaffen – in solchen Momenten passieren Dinge außerhalb der Kontrolle.

Es gibt viele schöne Momente zwischen den beiden – ich finde auch, dass sie immer wieder mal ihre Rollen tauschen, Les plötzlich elterlich agiert und ihr Vater Bert wie ein Kind.
Ja, das hat mir auch gefallen. Ich glaube auch, dass letztlich die Aufgabe eines Kindes darin besteht, sich von den Eltern zu lösen. Und im Leben gibt es dann dieses kleine, süße Zeitfenster, in dem sich beide Generationen, Vater und Tochter, einfach als Erwachsene oder als Menschen begegnen können. Und danach dreht es sich um wie eine Sanduhr. Und ich glaube, unser Film zeigt diesen kleinen Moment, den wir, wenn wir Glück haben, erleben können, an dem wir unseren Eltern einmal als Menschen in die Augen blicken dürfen.

Der Film balanciert perfekt auf dem Grat zwischen Tragischem und Komischem. Wie gelingt das als Schauspielerin?
Ich mag dieses Genre des Tragikomischen wahnsinnig gerne, weil es eben in zweierlei Richtungen einfach besonders stark wirkt. In dem Moment, da wir lachen und dann aber in eine Wunde fassen, bleibt uns das Lachen im Hals stecken – gleichzeitig hat uns das Lachen aber schon geöffnet, womit uns etwas noch mehr berührt. Und wenn wir traurig sind, werden wir wieder hochgehoben und versinken nicht in der Traurigkeit. Ich glaube, das macht es einfach wahnsinnig schön und dicht als Seherlebnis.
Als Spielerin gefällt mir wahnsinnig gut dieser stete Wechsel in einen anderen Ton. Komödie etwa funktioniert ein bisschen wie Musik. Es geht weniger darum, die Emotionalität oder die Beziehung zu untersuchen, sondern es ist wie Musikmachen, etwas ganz Rhythmisches. Und das macht total Spaß, weil es manchmal so wunderbar gedankenlos ist. Und dann gibt es wieder die emotionalen Momente, in denen man diesen Gefühlskörper aufmachen darf. Es ist ein stetes Pendeln zwischen Rhythmischem und Gefühligem.

CHRISTOPH MARIA HERBST SPIELT

BERT

Wie sag ich’s meiner Tochter? Norbert ist auf Abschiedsreise und hat ein letztes Mal seinen Mut zusammengenommen. Er weiß, dass seine Tochter Valeska nicht sein größter Fan ist. Als sie ein Teenager war, hatten sie sich ständig in den Haaren. Er hat sich Sorgen gemacht, dass er ihr nicht bieten kann, was sie braucht. Das hat schon mit Valeskas Mutter nicht geklappt. Die ist dann ohne ihn und Valeska durchgestartet. Da hat er sich gedacht, vielleicht kann sie helfen, wo er es nicht mehr kann. Das fand Valeska … nicht so gut.

Auch dass er nun in ihrer Küche sitzt, findet sie nicht so gut. Das merkt er, auch wenn sie es nicht direkt sagt. Drei, vier Tage darf er bleiben. Hoffentlich genug Zeit, um aus diesem Provisorium an Wohnung ein gemütliches Zuhause zu machen. Norbert kann nicht anders, er will helfen, auch wenn es nicht gewünscht ist. Außerdem lässt sich übers Nützlichmachen die traurige Nachricht noch verschieben, wegen der er eigentlich da ist und die ihm nicht über die Lippen will. Norbert hat etwas im Kopf, und dagegen hilft kein Fahrradhelm.

Der Friseurmeister Norbert ist Praktiker, kein Rhetoriker. Als Valeska sich den Arm bricht, springt er für sie ein, heimlich. Dafür, dass er 60 ist, hält er sich gut. Aus dem Friseur wird Kurier Doppel-Zwo, und aus Norbert wird Bert. Die Kolleg*innen sind begeistert. Bert ist nicht der schnellste, aber er strengt sich ehrlich an und ist glaubhaft hilfsbereit. So sehr hat er sich wahrscheinlich noch nie als Teil eines Teams gefühlt. Das Tattoo lehnt Bert zwar dankend ab und mit dem Kiffen fängt er auch nicht an, aber ein paar Bier exen, das geht schon. Außerdem ist das abendliche Feiern auch Zeit mit seiner Tochter. Und davon hat er vermutlich nicht mehr viel.

„Buch und Fantasie haben den Weg vorgegeben“

Interview mit Christoph Maria Herbst

Sie spielen Bert als sanften, verletzlichen, offenen Mann. Können Sie ihn uns ein wenig beschreiben: Wer ist dieser Bert?
Ein Friseur aus der Provinz mit gescheiterter Ehe und ohne wirklichen Kontakt zu seiner Tochter. Er gehört der Generation an, die nicht viele Worte macht, gerne um den heißen Brei redet und keinen Zugang zu den eigenen Gefühlen hat. Erst ein Schicksalsschlag rüttelt ihn durch. Spiegelverkehrt passiert dasselbe bei seiner Tochter: aus der überdrehten Slackerin wird eine nachdenkliche Person, die plötzlich Verantwortung übernimmt.

Nicht nur mit ihrer expressiven Paraderolle Stromberg haben Sie große Erfolge im Komödienfach gefeiert. Bert ist weit davon entfernt – mussten Sie stark auf die Bremse treten, sich zurücknehmen, um dem Drama mehr Raum zu geben?
Überhaupt nicht. Weder musste Regie mich bremsen noch ich selbst mich zügeln. Das Buch und meine Fantasie haben hier klar den Weg vorgegeben. Zum Glück habe ich schon so viele Rollen in so unterschiedlichen Genres gespielt, dass ich mittlerweile ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt habe, ob ich mit dem Florett, dem Säbel oder der Erbsenpistole antreten muss.

Ist andererseits die Komödie jene Form, die dabei helfen kann, etwas so Unvorstellbares wie den Tod überhaupt zu erzählen?
Ich glaube, da hat jede Form ihre eigenen Mittel. Die Komödie macht es vielleicht erträglicher. Zum Glück geht es ja nicht 90 Minuten um Tod und Sterben. Es geht auch um werdendes Leben, Feiern und Freiheit.
Aber trotzdem, der Tod ist der große Gleichmacher, und er ist es, der unseren beiden Helden vor Augen führt, wie wertvoll das Geschenk des Miteinanders sein kann, wenn man es denn annimmt.

Wie Bert nach der Krebsdiagnose die eigene Endlichkeit so deutlich vor Augen zu haben – was, glauben Sie, verändert das in den Menschen?
Bert ist in vielerlei Hinsicht pragmatisch. Er will seiner Tochter das Haus geben, damit sie Platz für ihre Familie hat, er will die zerrüttete Familie nochmals zusammenbringen, er will aufräumen. Ein nachvollziehbarer Reflex. Nur dass die Tochter nicht in die Provinz will und sich intakte Familie nicht einfach verordnen lässt. Bert merkt, dass er durch das Ziel alleine muss, aber er schafft es, den Weg dorthin zu seiner besten Zeit zu machen. Das ist so rührend wie komisch.

Sind Sie von Haus aus ein Radfahrer, haben Sie viel trainieren müssen?
Ich bin von Haus aus Radfahrer und habe deshalb das Gegenteil machen müssen: Es musste mir gelingen, so ungeschickt zu radeln, dass man mir den ungeübten Bert abnimmt.

Der Film lebt u. a. von der starken Atmosphäre zwischen Bert und Tochter Les. Wie haben Sie und Mala Emde diesen perfekten Ton und das Zusammenspiel erarbeitet? Wie ist Ihnen das auch im Zusammenspiel mit den anderen Gewerken gelungen?
Wir proben beide gerne. „Proben“ kommt von „probieren“, und das haben wir unentwegt getan. Wenn dabei neunmal Blödsinn rauskommt und einmal was Gutes, hat es sich schon gelohnt. Erst dieses lustvolle Ausprobieren, bei dem es keine Ge- oder Verbote gibt, lässt einen zum Kern einer Szene vordringen. Natürlich braucht man für all das einen Spielleiter, der Ermöglicher ist und nicht Verhinderer, und den hatten wir in Simon Ostermann.

Blicken Sie nach dem Film ein wenig anders auf Radfahrer im Straßenverkehr?
Ich fahre Rad und Auto. Da ich beide Situationen kenne und daher auch um die jeweiligen Gefahren weiß, kann ich mich eh schon ganz gut in den anderen hineinversetzen. Sensibilisierter bin ich aber in jedem Fall in Bezug auf die Fahrradkuriere geworden: Die haben oft maximalen Stress bei minimaler Knautschzone.

AARON HILMER SPIELT

TYLER

Tyler hat eine Gabe. In seiner Gegenwart kann niemand lange schlechte Laune haben. Sogar einen Streit im Sandkasten schlichtet er im Handumdrehen. Tyler wächst in die Leben der anderen hinein, genauer gesagt: er wäscht sich hinein. Mit seinen schmutzigen Klamotten kreuzt er reihum im Freundeskreis auf. Und während die Waschmaschine läuft, kann man kiffen, quatschen, mit Les Sex haben oder Bert kennenlernen, den Vater von Les. Tyler kennt kein Siezen, begegnet allen auf Augenhöhe und hat auch schnell den etwas ungelenken Bert auf seiner Seite.

Familie ist für Tyler nichts Abschreckendes wie für Les, sondern ein Sehnsuchtsort. Als Pflegekind hat er zwar keine schlechten Erfahrungen gemacht, im Gegenteil, er weiß die Solidarität in Ersatzfamilien zu schätzen. Schließlich ist das Fahrradteam irgendwie auch eine. Aber als Les ihm erzählt, dass sie von ihm schwanger ist, sieht er die Chance auf eine eigene Familie – natürlich im Tyler-Style, also cool und sorglos und ohne Zwänge. Super Eltern wären er und Les. Und wenn Roya, Les‘ Top-Liebhaberin, auch noch mitmischen würde, umso besser – the more the merrier.

In meinem Umfeld sind jede Menge Leute ohne Vater aufgewachsen. Freunde von mir, die jetzt ein Kind haben, holen sich noch eine dritte Person dazu

Statement von Aaron Hilmer

Die Dreharbeiten von „Sommer auf Asphalt“ gehören zu den schönsten, die ich je erleben durfte. Es herrschte eine großartige Atmosphäre am Set, vor allem aber haben wir uns im Team und im Ensemble gegenseitig wahnsinnig gut unterstützt. So etwas wird möglich durch einen Regisseur, der die Leute wirklich anschaut und es hinbekommt, eine Atmosphäre enormer Ruhe und Konzentration zu schaffen. Simon holt alle an einen Tisch und behandelt alle mit dem gleichen Respekt. Wie die Seele des Projekts strahlt er das in jede Position hinein aus – für mich die Verkörperung des modernen Regisseurs.

Das einfach tolle Drehbuch hat mir mit Tyler eine außergewöhnliche Figur geboten. In meiner Arbeit als Schauspieler macht es mich glücklich, wenn ich eine Figur lese und direkt eine Idee dazu habe und sofort Spielfreude in mir aufkommen spüre. Oft muss man sich das Verständnis für eine Figur erst mühevoll erarbeiten. Hier hatte ich gleich das Gefühl, der Richtige dafür zu sein. Tyler ist bei Pflegefamilien aufgewachsen und hat es über die Jahre hinbekommen, seine Geschichte in eine wahnsinnig positive Energie und Lebensfreude umzuwandeln. Damit berührt er die Menschen. Das ist auch keine Naivität, sondern es fließt einfach direkt aus seinem Herzen heraus. Dadurch erscheint er vielleicht zunächst nicht als der Intelligenteste, aber ich glaube, er besitzt eine wahnsinnig große emotionale Intelligenz, mit der er zum Beispiel instinktiv versteht, ja weiß: Er wird der krasseste Vater ever sein. Nicht, weil er sich das vornimmt, sondern weil es für ihn als vaterlosen werdenden Vater einfach außer Frage steht.

Es ist ein Film, der viel über Familie erzählt, über alternative Familienformen und Ersatzfamilien. Und das entspricht ja auch der Realität, in der wir heute leben. In meinem Umfeld sind jede Menge Leute ohne Vater aufgewachsen. Freunde von mir, die jetzt ein Kind haben, holen sich noch eine dritte Person dazu, die unterstützt und das Familienleben teilt – es gibt so viele verschiedene Modelle, die heute gelebt werden und neben diesen klassischen Aufteilungen und Rollenbildern existieren. Über ein „Normal“ sind wir in der Realität längst hinaus, was doch eigentlich eine schöne Sache ist, die der Film auch auf eine sehr positive, warme Art erzählt. Ich würde mir sehr wünschen, dass der Film vielleicht ein bisschen dazu beitragen kann, dass die Leute neue Rollen- und Familienbilder weniger werten und verurteilen, sondern einfach annehmen können.

GINA HALLER SPIELT

ROYA

Les feuert Royas Fantasie an. Wenn Roya als Immobilienmaklerin einem Kunden eine Spontanlüge präsentiert, dann spinnt sie diese rund um Les. Die wird dann mal eben zur Erbin eines Jagdmodeimperiums. Roya könnte sich auch mehr mit Les vorstellen als gelegentliche Rendezvous, aber die mag nicht einmal übernachten. Auch gut. Roya kann offene Beziehung. Sie ist jedenfalls nicht eifersüchtig. Bei Les hat Roya in dieser Hinsicht ihre Zweifel. Die braucht vielleicht doch mehr Nähe, als sie bei jeder Gelegenheit vollmundig behauptet.

Auf jeden Fall wünscht Roya sich Kinder, und Les hat eins im Bauch. Da braucht man kein Genie zu sein, um auf den naheliegenden Gedanken zu kommen, es doch einfach zusammen als Familie zu versuchen. Auch wenn Les hier und da schroff bis zur Gemeinheit sein kann, Roya bleibt geduldig. Da sein, Halt bieten. Das kann nicht jeder, aber Roya weiß, wer sie ist, und muss niemand etwas beweisen.

Wir haben uns viel Zeit genommen zu sprechen, uns getroffen und uns spielerisch der Verbindung zwischen Les und Roya angenähert

Statement von Gina Haller

Für mich war die gemeinsame Vorbereitung auf die Figuren mit Simon Ostermann und Mala Emde eine besondere Erfahrung. Wir haben uns viel Zeit genommen zu sprechen, uns getroffen und uns spielerisch der Verbindung zwischen Les und Roya angenähert. Zum Beispiel sollten Mala und ich der anderen Figur jeweils ein Geschenk machen und dann darüber sprechen, warum man sich ausgerechnet das ausgesucht hat. Wir gingen also gemeinsam mit Simon zu einem großen italienischen Feinkostladen. Es war eigentlich mehr eine Halle als ein kleiner Laden, und wir hatten 15 Minuten Zeit, etwas für die andere Figur zu finden. Man konnte also nicht lange nachdenken und musste intuitiv handeln. Das war schön, lustig und überraschend. Wir haben dann auch während des Drehs immer wieder die Spielszenen gemeinsam überprüft und daran gefeilt. Dadurch ist echt eine schöne und respektvolle Arbeitsatmosphäre entstanden.

„Humor ist immer ein Ventil und manchmal auch mehr als das“

Interview mit Simon Ostermann

Wenn Sie sich zurückerinnern: Was ist es, was das Buch für Sie ausmacht, weshalb es Sie angesprochen und begeistert hat?
Als Daniel Perdelwitz mir dieses Buch geschickt hat, ist etwas passiert, das ich selten erlebe: Ich habe beim Drehbuchlesen tatsächlich laut gelacht und geweint. Es hat mich total berührt und im besten Sinne unterhalten. Dazu kam, dass zu diesem Zeitpunkt bereits erste Castings stattgefunden hatten und sowohl Mala Emde als auch Christoph Maria Herbst Lust hatten, das zu spielen. Mala kannte ich gut von unserer gemeinsamen Serie „Oh Hell“ – das war eine schöne, besondere Arbeitserfahrung, geprägt von Vertrauen und Zuneigung. Christoph kannte ich bisher nur als Zuschauer und halte ihn technisch für virtuos, was den Umgang mit Sprache und Timing angeht. Ich war sehr neugierig, wie es sein würde, wenn er sich dahin wagt, so durchlässig sein zu müssen in dieser Figur, so angreifbar.

Wie haben Sie mit dem Ensemble gearbeitet?
Uns hat wahnsinnig beflügelt, dass sich alle sehr respektiert haben, wenn nicht bewundert – und mir ging es ja genauso. Wie gesagt, zu Mala hatte ich schon eine vertraute Ebene. Aaron hingegen habe ich neu kennengelernt, der hat mich umgehauen in seinem Mut, diese Figur so energetisch anzulegen. Und Christoph hat mir schon in den ersten Proben signalisiert, dass er mir vertraut. Es war wirklich großartig, wie er sich auch mal an die Hand nehmen und aufs Glatteis führen ließ, um seinen sicheren handwerklichen Tanzbereich zu verlassen. Und gleichzeitig hat er wiederum uns immer wieder an die Hand genommen: mit seiner Erfahrung, mit seiner Präzision, mit seinem wirklich zu Perfektion gereiften Gespür für Timing und Comedy. Wie schaue ich wann wohin, damit der Gag sitzt, wo mache ich die Pause, wo atme ich – das wissen wenige in Deutschland so präzise wie er. Und so war das ein schönes, respektvolles Miteinander.

Diese gute Mischung aus Komödie und Tragödie – wie gelingt das?
Schwer, das so eindeutig zu beantworten, weil so viele Zutaten stimmen müssen. In der Regie aber setzt das eine gewisse Haltung voraus. Ich habe zum Beispiel immer mehr Interesse am Publikum gehabt als an mir selbst. Das heißt: Ich möchte auf keinen Fall, dass die, die den Film machen, mehr spüren als die, die ihn gucken. Zu meiner Haltung gehört außerdem, dass ich das Leben als großen Widerspruch wahrnehme und glaube, dass Humor und Tragik nicht ohneeinander auskommen. Da bin ich nicht der Erste, der das sagt, es stimmt aber trotzdem: Guter Humor kommt nicht ohne Tiefgang aus, und eine Ernsthaftigkeit transportiert sich für mich am besten, wenn ich auch die B-Seite zeige, einen ironischen Blick auf etwas oder einen Lacher, wo man eigentlich nicht lachen will. So erlebe ich zumindest das Leben besonders in Momenten großer Gefühle und großer Ängste: Humor ist immer ein Ventil und manchmal auch mehr als das.

Woran bestand Ihr visuelles Konzept, das Buch umzusetzen?
Mit Kameramann Johannes Greisle arbeite ich schon seit der Filmhochschule zusammen. Wir wollten unbedingt einen Film machen, der Dynamik transportiert und der gleichzeitig und trotz der Dichte des Drehbuchs Möglichkeiten zum Verschnaufen gibt. Und das war, glaube ich, tatsächlich für mich die größte Herausforderung dieses Films, weil in der vorgegebenen Filmlänge wahnsinnig viel passiert. Zudem wollten wir Hamburg als filmischem Ort ein Denkmal setzen – aber nicht mittels bewegter Postkarten, sondern atmosphärisch.

Sie erwähnten die Dichte des Drehbuchs, das viele universelle Themen anspricht – wie haben Sie dafür die stimmige Balance gefunden?
Wir laden Zuschauer:innen dazu ein, ihre eigenen Gefühle, ihre eigenen Erfahrungen mit diesen großen Themen wie Abschied, Tod, Verlust, Einsamkeit oder Autonomie mit einzubringen. Ich glaube, dass der Film diese Dichte verträgt, weil er im Publikum an ein Vorwissen appelliert, an ein gelebtes Leben, wodurch es auch in Momenten möglich wird, mal eine Schablone zu erzählen und sie trotzdem eine nachvollziehbare Figur sein kann. Ich wünsche mir, dass jeder Mensch, der diesen Film sieht, seinen Film sieht. Ich verweigere mich einer großen Eindeutigkeit. Auch da wieder: Im besten Fall herrscht im Film wie im Leben Ambiguität, herrscht Widersprüchlichkeit, die Gleichzeitigkeit von Empfindungen. Daran haben wir insbesondere im Montageprozess gearbeitet – wobei es schon erstaunlich ist, wie nah der finale Film am Ende an der Buchfassung ist.

Eines der präsenten universellen Themen ist auch das der Familie.
Ja, und wir haben den Begriff Familie im Film ganz bewusst sehr weit gefasst. Ich glaube, Familie ist das, was uns Sicherheit gibt und Geborgenheit und was uns auch erlaubt, vielleicht mal alleine zu sein, ohne uns einsam zu fühlen. Beschäftigt man sich mit Familie, gelangt man schnell aufs Thema der verpassten Chancen. Viele kommen in Familien erst ins Reden, wenn sie merken, es geht bald vorbei. Und manchmal ist es dann auch schon zu spät. Ich wünsche mir wahnsinnig, dass dieser Film Menschen animiert, Hürden zu überwinden und diesen Film zum Anlass nehmen, das Gespräch zu suchen.

„Gelänge es dem Film, dass Menschen nach dem Abspann zum Telefon greifen und ihre Eltern anrufen, bedeutete das für mich das beste Kompliment“

Statement Brix Vinzent Koethe

Das Drehbuch zu „Sommer auf Asphalt“ dreht sich sehr stark um die Art und Weise, Nähe zuzulassen, wenn einem das eigentlich doch sehr schwerfällt. Unserer Hauptfigur Les geht es so. Und das zeigt sich insbesondere in dieser etwas entfremdeten Beziehung zu ihrem Vater. Besonders interessant an der Geschichte ist für mich aber vor allem, wie Les sich plötzlich in dieser unbequemen Situation zwischen den Generationen wiederfindet: Sie ist einerseits mit der Frage beschäftigt, womöglich ein eigenes Kind zu bekommen, und steht andererseits kurz davor, ihren Vater zu verlieren. Eine werdende Mutter und ein sterbender Vater ergeben absurd bewegende Kollisionen. Mich hat es wahnsinnig interessiert, was das mit einer Figur macht, die bisher so selbständig und freiheitsliebend gelebt hat.

Um dahin zu kommen, bedurfte es aber bei der Adaption von Wolf Schmids Roman „Pedalpilot Doppel-Zwo“ zumindest einer krassen grundsätzlichen Entscheidung. Der Roman spielt in den 2000er Jahren, in denen Wolf Schmid selber Kurierfahrer war und sicher viele seiner Erfahrungen in die Hauptfigur hat einfließen lassen. Nach der zweiten Drehbuchfassung wurde mir aber plötzlich klar: Die Geschichte, wie ich sie erzählen möchte, funktioniert nur mit einem Wechsel der Hauptfigur: Aus einer Vater-Sohn- wurde eine Vater-Tochter-Geschichte. Nun bin ich zwar Vater, aber wahrlich keine schwangere Frau, die sich Gedanken darüber macht, ob sie ihr Kind behalten möchte oder nicht. Davor, diese Perspektive zu schreiben, hatte ich großen Respekt. Ich bin heute aber sehr froh darüber, diesen Weg gegangen zu sein, weil die so entstandenen Figuren den Zwischenraum zwischen Drama und Komödie weitaus vielschichtiger bespielen können.

Dass diese Figuren nun von einem solch großartigen Cast getragen werden, macht mich sehr glücklich. Zu den schönsten Momenten in meiner Berufslaufbahn gehört der Tag, an dem ich nach sieben Jahren Entwicklung zur Leseprobe gefahren bin. Mala Emde, Christoph Maria Herbst, Aaron Hilmer und all die anderen: Sie saßen da und hatten einfach extreme Lust, diese Figuren zu spielen. Sie begannen am Tisch zu lesen, und ich habe plötzlich gemerkt, okay, das funktioniert! Diese verschiedenen Konstellationen aus Entfremdung in der Kernfamilie und der Bildung neuer Familien, das Aufeinanderprallen der Generationen – all das wurde ganz wunderbar zum Leben erweckt. Gelänge es dem Film, dass Menschen nach dem Abspann zum Telefon greifen und ihre Eltern anrufen, bedeutete das für mich das beste Kompliment.

„Es ist die Liebeserklärung an unsere Heimat und Wahlheimat, Hamburg, unsere Perle, die wir in all ihrer Schönheit und Ambivalenz zeigen dürfen“

Statement Daniel Perdelwitz & Levin Hübner

„Sommer auf Asphalt“ ist unsere Liebeserklärung an drei Dinge, die uns besonders am Herzen liegen. Es ist unsere Liebeserklärung an Familie und ihre unterschiedlichen Formen und Konstellationen – von der Ursprungsfamilie mit ihrer muttergroßen Lücke über die Familie, die man sich ausgesucht hat, bis hin zu der Familie, die man selbst gründet. Es ist die Liebeserklärung an unsere Heimat und Wahlheimat, Hamburg, unsere Perle, die wir in all ihrer Schönheit und Ambivalenz zeigen dürfen. Und es ist unsere Liebeserklärung an die Tragik und Komik des Lebens und alles, was sich dazwischen bewegt. Eine Tragikomödie, bei der man lachen und weinen soll – am besten beides gleichzeitig.

Frei nach dem Roman „Pedalpilot Doppel-Zwo“ von Wolf Schmid hat Drehbuchautor Brix Vinzent Koethe ein Drehbuch mit viel Herz und Humor und ganz eigener Handschrift geschrieben, das uns und Regisseur Simon Ostermann von Anfang an vollends überzeugt hat. Eine moderne Familiengeschichte, die zudem ein Milieu beleuchtet, dem wir tagtäglich begegnen, und doch sind uns die Menschen auf ihren Satteln so fern. Daher ist es auch ein Film über die facettenreichen Charaktere in der skurril-komischen Fahrradkurierszene.

In der Umsetzung mussten wir uns viele Fragen stellen, wie wir die Vielzahl der liebenswerten Figuren, die unterschiedlichen Gesichter der Hansestadt und die aufwendigen Fahrradfahrten in den engen Budgetrahmen gepresst bekommen. Eine intensive Probenzeit des herausragenden Ensembles, viele Synergien in der Motivauswahl und großer Ideenreichtum in der Kameraumsetzung waren die Antworten. Regisseur Simon Ostermann, DoP Johannes Greisle und alle Teammitglieder haben alles reingeworfen, damit wir neben großen, dynamischen Bildern auf dem Fahrrad eine große Emotionalität zwischen unseren Hauptfiguren erzeugen können.

Mit Unterstützung in der Entwicklung der MOIN Filmförderung, der Produktionsförderung durch die nordmedia und dem Vertrauen von den Redakteurinnen Sabine Holtgreve vom NDR und Daniela Muck von ARTE ist ein Film herausgekommen, der immer größer sein wollte, als der TV-Bildschirm es zulässt. Das gab das Drehbuch und der Cast vor und war zudem immer Anspruch von Regie und Produktion. In 23 Drehtagen in Hamburg und Niedersachsen gedreht, in einem üblichen TV-Budgetrahmen, ist ein Film entstanden, der erst auf der großen Kinoleinwand und danach in der ARD Mediathek zu sehen ist, um alle Figuren in ihrer Menschlichkeit und Widersprüchlichkeit und all die großen und kleinen Gefühle zuzulassen. Ein Film, nach dem man seine Eltern anrufen möchte.

IMPRESSIONEN

Impressum

Herausgegeben von Presse und Kommunikation / Unternehmenskommunikation

Redaktion:
Bettina Brinker, NDR/Presse und Kommunikation

Mitarbeit:
Nicola Sorgenfrey, NDR

Interviews:
Oliver Baumgarten

Rollenprofile:
Sven Sonne

Gestaltung:
Janis Röhlig, NDR/Presse und Kommunikation

Bildnachweis:
NDR/Westend61/Frizzi Kurkhaus (Cover)
NDR/Frizzi Kurkhaus
NDR/Pierre Johne (Brix Vinzent Koethe)
NDR/Andreas Schlieter (Daniel Perdelwitz)
NDR/privat (Levin Hübner)

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