DER USEDOM-KRIMI 2026

DOPPELMORD: 22.10.2026 · 20.15 UHR · IM ERSTEN
MÖRDER UNTER UNS: 29.10.2026 · 20.15 UHR · IM ERSTEN
WUNSCHKIND: 05.11.2026 · 20.15 UHR · IM ERSTEN

Alle Filme der Reihe ab 19.10.26 als Boxset in der ARD Mediathek

INTERVIEW MIT

KATRIN SASS

Drei neue Filme sind in diesem Herbst zu sehen. Mit „Wunschkind – Der Usedom-Krimi“ läuft am 5. November die 30ste Folge. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum?
Als wir 2014 den ersten Film drehten, wäre es mir im Traum nicht eingefallen, dass wir 2026 dieses Jubiläum würden feiern können. Nie hätte ich gedacht, dass wir über vier Filme hinauskommen. Dann waren es plötzlich 14 Filme, dann 20 – und nun gehört es wunderbarerweise wie selbstverständlich zu meinem Leben, dass wir in jedem Winter auf Usedom drehen. Ein Wahnsinn! Darüber bin ich sehr glücklich!

Karin Lossow wirkt heute gelassener als früher. Sie urteilt weniger, hört mehr zu und steht an der Seite von Menschen, die das Leben schwer geprüft und herausgefordert hat. Was „qualifiziert“ Karin Lossow für diese Rolle?
Karin Lossow hat sich diese Rolle regelrecht genommen. Es ist eine schöne Filmgeschichte – das echte Leben würde bestimmt etwas anders aussehen. Im wirklichen Leben würde ihr Neffe, der Kommissar, sicherlich sagen: „Schluss jetzt! Misch Dich nicht ein.“ Das macht sie ja auch immer weniger beziehungsweise immer geschickter, so dass es nicht mehr so auffällt.
Es ist ihr ein Bedürfnis, sich an die Seite dieser Menschen stellen – Karin wurde gewissermaßen für diese Rolle geboren, sie fällt ihr leicht. Das hat mit ihrem Gefängnisaufenthalt zu tun, aber vor allem damit, dass sie so „gestrickt“ ist. Ich kenne das von mir selbst. Deswegen ist mir Karin an dieser Stelle nah und vertraut: Sie handelt und hilft anderen – einfach, weil es nottut. Ich staune manchmal über meine Mitmenschen, die einfach nicht wahrnehmen, dass es anderen schlecht geht – das musst Du doch mitkriegen, denke ich mir! Aber nein, sie kriegen es nicht mit.
Solch eine Haltung lässt sich nicht anlernen oder anerziehen. Das hat man, oder man hat es nicht. Karin Lossow hat es, und sie lebt es!

In „Doppelmord“ steht auf einmal eine Frau vor der Tür, die sie im Gefängnis kennengelernt hat. Verurteilt für den Mord an ihrem Mann. Nun ist der Mann tatsächlich ermordet worden – und Anja Wiesznewski ist erneut die Hauptverdächtige. Was motiviert Karin, der Frau zu helfen?
Anja Wiesznewski und Karin Lossow verbindet mehr als eine zufällige Gefängnisbekanntschaft – die beiden hatten ein Verhältnis. Das wird im Film nur angedeutet, aber hoffentlich vom Publikum verstanden.
Karin wurde nach acht Jahren entlassen, Anja hat 15 Jahre gesessen. Die Trennung fiel den Frauen schwer. Und nun steht Anja vor Karins Haus. Natürlich macht sie die Tür weit auf für die Gefährtin! Und sie stellt sich – typisch Karin Lossow – an ihre Seite. Anja war zu Unrecht für den Mord an ihrem Mann verurteilt worden – ein reiner Indizienprozess. Denn die Leiche wurde nie gefunden. Nun wurde der Mann tatsächlich ermordet – und wieder rückt Anja ins Zentrum der Ermittlungen.
Da macht Karin nicht mit. Die Ex-Staatsanwältin geht sogar auf Konfrontationskurs zu ihrer Freundin Kommissarin Ellen Norgaard. Karin dringt darauf, dass Ellen ihren Ermittlungshorizont erweitert und sich nicht nur auf Anja fokussiert.
Eine besondere Freude war es für mich, mit Steffi Kühnert spielen zu dürfen. Ich kenne und schätze ihre Arbeit in Filmen und auf dem Theater schon lange. Doch nun haben wir erstmals zusammengearbeitet. Es war ein Fest und ein großes Vergnügen!

Der Film „Mörder unter uns“ erzählt davon, wie schnell Menschen öffentlich abgestempelt werden können. Welche Gedanken hat dieses Thema bei Ihnen ausgelöst – auch mit Blick auf unsere Medien und eine Social-Media-Gesellschaft?
Auf der Insel werden Blutlachen gefunden, ein Toter oder eine Tote jedoch nicht. Allein das Blut reicht, um die halbe Insel in Wallung zu bringen. In den Fokus rückt Mario Kachel, ein verurteilter Todschläger. Sein Gesicht prangt auf der Titelseite der Regionalzeitung, der Bericht erinnert auch daran, dass Karin Lossow ihren Mann getötet hat. Es sind diese Berichte einer jungen Reporterin, die die Wut der Insulaner anstacheln. Die Reporterin geht eindeutig zu weit und überschreitet jede Grenze. Offenbar um der Karriere willen, fährt sie eine Empörungskampagne.
Das erinnert mich stark an manche Social-Media-Aufregung und daran, dass Fake-News zuweilen schneller die Runde machen, als dass Fakten entgegengesetzt werden können. Wut klickt gut, Fakten nicht so sehr!
Die Polizei, also das ganze Team um Ellen und Rainer, gerät mächtig unter Druck. Karins wacher Gerechtigkeitssinn regt sich. Natürlich! Da sie Mario Kachel kennt, wird sie diesmal von Ellen und Rainer regelrecht eingespannt. Karin kann schließlich einen wichtigen Hinweis liefern – welchen, das verrate ich nicht.

In „Wunschkind“ steht Karin als Ehrenamtliche an der Seite einer jungen Mutter, die um das Sorgerecht für ihr Kind kämpft. Auch in diesem Film stellt sie sich teilweise gegen Ellen und Rainer. Was ist Karin wichtig?
Haltung, das ist Karin wichtig! Und dass Menschen zu ihrem Recht kommen. In diesem Film leistet Karin in einem Familienhilfeverein rechtlichen Beistand. So lernt sie Nathalie Schrader kennen, die sich um das Sorgerecht für ihre Tochter bemüht – ohne große Chancen. Denn sie hat sich schuldig gemacht und nicht ohne Grund das Sorgerecht verloren. Doch sie hat gebüßt und intensiv an sich gearbeitet. Karin findet: Jeder und jede hat eine zweite Chance verdient – auch Nathalie.

Karin Lossow ist unbequem, direkt und oft eigensinnig. Die Zuschauer haben die Figur von Film 1 an ins Herz geschlossen. Was glauben Sie: Warum funktioniert diese Figur bis heute so gut?
Das frage ich mich auch! 😉
Karin Lossow ist authentisch, ehrlich, unaufgeregt, hat das Herz am rechten Fleck – und sie nimmt sich nicht wichtig. Das mag ich an ihr – und offenbar auch die Menschen, die sich unsere Filme anschauen. Ich merke immer wieder, dass die Menschen mich, Katrin Sass, stark mit der Filmfigur Karin Lossow identifizieren und mich als „eine von uns“ wahrnehmen. Neulich sagte mir eine Frau: „Sie sind so normal im Film – und hier jetzt auch!“ Was für ein schönes Kompliment!!!

Wie haben Sie die Dreharbeiten auf Usedom erlebt?
Es waren schöne Dreharbeiten – aufregend und anstrengend! Wie immer! 😊
Das wunderbare, eingespielte Team, die tollen Schauspielkolleginnen und -kollegen, die Arbeit mit Regisseurin Joana Vogdt, die ihren ersten „Usedom-Krimi“ inszeniert hat – das hat alles gut harmoniert!
Matthias Tiefenbacher hat gleich zwei Filme inszeniert – für das ganze Team war das eine besondere Herausforderung! Denn wir drehen die Szenen ja wild durcheinander und nicht erst Film 1 und dann Film 2. Matthias Tiefenbacher gelingt es, eine Stimmung zu erzeugen, die uns alle am Set glücklich macht. Wenn ich mit ihm arbeiten darf, merke ich die Anstrengung – die Kälte, die langen Tage, das viele Warten – kaum. Alles wird leicht! Matthias behält den Überblick und steht über den Dingen. Er nimmt sich besonders für uns Schauspielerinnen und Schauspieler Zeit. Da „schnattern“ wir auch mal privat in den Umbaupausen – und vor allem bringt er mich zum Lachen. Es war eine große Freude!

INTERVIEW MIT

RIKKE LYLLOFF

Die drei Filme erzählen nicht nur Kriminalfälle. Es geht um Medien, Familie, soziale Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Was zeichnet die Staffel 2026 aus Ihrer Perspektive besonders aus?
Alle drei Filme stellen starke zwischenmenschliche Beziehungen in den Mittelpunkt ihrer Geschichten. Es geht um intensive Bindungen – und um große Fragen der Loyalität. Jede der drei Geschichten erzählt von ganz besonderen Beziehungen.
Man könnte auch von Verbundenheit sprechen, denn sie kann ganz unterschiedliche Formen annehmen – und letztlich brauchen wir sie alle: die Verbindung zu anderen Menschen.
Damit sind auch Einsamkeit und vielleicht sogar ein Gefühl von Sinnlosigkeit zentrale Themen – sei es, wenn sie drohen, die Oberhand zu gewinnen, weil eine Beziehung zerbricht, oder wenn sie bereits das Leben bestimmen, weil Bindungen auf die eine oder andere Weise verlorengegangen sind.
Besonders im Film „Doppelmord“ gerät Ellen emotional unter Druck. Ihre Freundschaft zu Karin wird auf die Probe gestellt, als Karin ihrer ehemaligen Mitgefangenen Loyalität entgegenbringt – einer Frau, die Ellen nicht einmal kennt – und Ellen dadurch das Gefühl hat, dass Karin ihr gegenüber illoyal handelt. Dieses Gefühl, enttäuscht oder im Stich gelassen zu werden, muss Ellen verarbeiten – wie schon so oft.

Die Beziehung zwischen Ellen und Karin hat sich über die Jahre zu einer echten Freundschaft entwickelt, die auch Konflikte aushält – wie in „Doppelmord“ oder „Wunschkind“ erzählt. Welche Facette dieser beiden Frauen mögen Sie besonders?
Ich finde es schön und gerade in unserer Zeit sehr wichtig, Freundschaften zu erzählen, die Konflikte überdauern. Allein die Tatsache, dass Karin und Ellen einander in ihrem Leben behalten, zeigt, dass sie bereit sind, sich immer wieder füreinander einzusetzen. Sie lernen ständig, die Unterschiede zu der jeweils anderen zu akzeptieren. Im Laufe der Jahre sind sie zu wichtigen Wegbegleiterinnen geworden – zu Menschen, die das Leben der anderen miterlebt und mitgetragen haben.
Für mich persönlich ist das von großer Bedeutung. Solche langjährigen Freundschaften geben mir Halt. Sie vermitteln mir ein Gefühl von Zugehörigkeit, das Bewusstsein, für andere wichtig zu sein, und die Geborgenheit und Liebe, die nur enge, über viele Jahre gewachsene Freundschaften schenken können.
Es ist außerdem gut, Freundinnen und Freunde zu haben, mit denen man auch Konflikte austragen kann. Menschen, die einen herausfordern, die eigene Haltung und die eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen. Ich glaube, genau das gilt auch für Karin und Ellen.
Wären sich die beiden Frauen unter anderen Umständen begegnet – hätten sie nicht die Verbindung über Ellens Mutter gehabt –, wären sie vermutlich nie Freundinnen geworden. Ihre Freundschaft ist allmählich gewachsen. Und genau das macht sie für mich so besonders.

30 „Usedom-Krimis“ – Wenn Sie an die vergangenen Jahre denken: Welcher Moment oder Drehtag auf Usedom ist Ihnen bis heute besonders in Erinnerung geblieben?
Es ist inzwischen eine lange Zeit mit dem „Usedom-Krimi“, und in meinem Kopf verschwimmen die Erinnerungen langsam miteinander. Aber an meinen ersten Drehtag erinnere ich mich noch gut.
Damals habe ich Katrin kennengelernt, und wir drehten die Szene, in der Ellen und Karin sich zum ersten Mal begegnen. Vor mir stand dieser riesige weiße Reflektor, den Beleuchter ständig benutzen, um das Licht weicher zu machen. Es war ein strahlend sonniger Tag, und das reflektierte Licht hat mich regelrecht geblendet. Ich konnte die Augen kaum offenhalten, ohne dass sie tränten. Gleichzeitig wurde ich immer wieder gebeten, die Augen weiter zu öffnen.
Und dann musste ich auch noch auf Deutsch spielen. Ich hatte in dieser Szene zwar nicht besonders viel Text, aber ich war unglaublich nervös. Katrin und das gesamte Team waren jedoch so herzlich und unterstützend, dass ich mich im Laufe des Tages immer mehr entspannen konnte.
Anfangs hatte ich gar keine Ahnung, wo ich mich auf Usedom eigentlich befand. Ich war so sehr auf die Arbeit konzentriert, dass ich mich einfach von einem Drehort zum nächsten bringen ließ. Normalerweise ist es mir wichtig, immer genau zu wissen, wo ich auf einer Landkarte bin. Deshalb habe ich später bewusst darauf geachtet, mich auf der Insel besser zu orientieren. Heute habe ich das Gefühl, Usedom ziemlich gut zu kennen.
Eine weitere besondere Erinnerung ist, dass mein Sohn Leif damals gerade einmal sechs Wochen alt war und mich zum Dreh begleitet hat. Meine Mutter ist extra mitgereist, damit sie während der Drehtage auf ihn aufpassen konnte. Das war wirklich verrückt. Ich bin ständig zwischen dem Set und dem Aufenthaltsraum hin- und hergelaufen, um ihn zu stillen. Ich trug dabei einen Schwangerschaftsbauch, weil Ellen in dieser Folge schwanger war. Das war schon eine ziemlich skurrile Situation.
Ich glaube übrigens, dass das auch mein erster Drehtag mit Till war. Obwohl wir nur eine ganz kleine Szene zusammen gedreht haben, erinnere ich mich noch heute daran, wie viel Spaß wir dabei hatten.

INTERVIEW MIT

TILL FIRIT

Rainer Witt nimmt Verantwortung an, ist nahbar, zeigt auch mal menschliche Schwächen. Was mögen Sie selbst an dieser Figur am meisten?
Ich mag, dass er ein Mensch wie Du und ich ist. Die Figur ist so angelegt, dass sie weder besonders düster, verschlossen, eindeutig lieb oder besonders clever oder tollpatschig ist. Rainer ist mehrdimensional. Er hat das Gute im Sinn, aber kann unbeherrscht werden, falsch liegen oder sich danebenbenehmen – wie es eben jedem von uns manchmal geht. Dadurch, dass der Usedom-Krimi über mehrere Folgen erzählt wird, hat man den Raum, eine Figur so zu zeigen. Das gefällt mir. Mein Wunsch – ob auf der Bühne oder im Fernsehen – ist immer, eine nahbare Figur zu spielen. Widersprüche machen uns aus.

Was erwartet die Zuschauer in den drei Filmen, die im Herbst 2026 gezeigt werden?
Die Fälle sind keine blutigen. Es geht eher um die zwischenmenschlichen Dramen – was ja auch ein Markenzeichen des „Usedom-Krimis“ ist. Ich bin selbst gespannt darauf, wie die drei Filme geworden sind, die in der Regie von Joana Vogdt und Matthias Tiefenbacher entstanden sind.

Zwischen Rainer und Karin gibt es längst eine besondere Freundschaft, jenseits der Familienbande. Sie vertrauen einander, widersprechen sich aber auch offen. Wie würden Sie diese Beziehung beschreiben?
Ich würde die Beziehung als eine gewachsene Nähe beschreiben. Menschen, die uns besonders nahestehen, ob das Familienmitglieder oder enge Freunde sind, schont man weniger im Umgang. Die Hürden der Höflichkeit sind schneller überwunden. Die Kränkungen können da natürlich auch tiefer sitzen. Man muss sich vergeben können. Glücklich ist, wer nicht nachtragend ist.

Viele Zuschauer sagen, dass der „Usedom-Krimi“ wie eine große Familie wirkt. Was macht das Ensemble besonders?
In der jetzigen Besetzung sind viele schon einen gemeinsamen Weg über ein paar Jahre miteinander gegangen. Das kann die Zusammenarbeit reicher und leichter machen, weil man eben eingespielt ist. Das kann aber auch Konflikte wachsen lassen. Man muss sich aussprechen können, Wege für ein Miteinander finden. Wenn‘s Probleme gibt, versuchen die beiden sich abwechselnden Produktionsfirmen zu moderieren. Die ZuschauerInnen kennen die Gesichter der SchauspielerInnen. Aber natürlich sind die Mitwirkenden hinter den Kulissen genauso wichtig für die Entstehung der Filme und der Atmosphäre.

Zwölf Jahre „Usedom-Krimi“ und mit „Wunschkind“ 30 Filme – Sie gehören seit vielen Jahren zur Reihe. Worauf sind Sie mit Blick auf inzwischen 30 Filme besonders stolz?
Für mich kommt das verflixte siebte Jahr. Ich gehe davon aus, dass die Ehe hält. 😉
Es gab schon gravierende Verschiebungen, was die Verantwortlichkeiten in der Produktion angeht. Dass der Sender immer an den finanziellen Schrauben zu drehen hat, spüren wir auch. Dennoch ist das Niveau, zumindest in meinem Empfinden, hoch geblieben. Gute Filme mit guten Leuten. Ich will meinen Teil dazu beitragen.

STATEMENT VON

COLIN TOWNS

KOMPONIST

Für mich war und ist die Arbeit an der Usedom-Krimireihe ein echtes Abenteuer. Jeder Film bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich und bewegt sich in einem breiten Spektrum – von geheimnisvollen Geschichten über Familiendramen bis hin zu Episoden, die das Publikum bewusst auf falsche Fährten führen. Dazu kommen Themen wie Liebe, Hass und viele weitere menschliche Facetten.

Die Reihe umfasst eine große erzählerische Bandbreite. Musikalisch bewege ich mich dabei immer innerhalb der Klangwelt des „Usedom-Krimis“, die ich zu Beginn der Reihe entwickelt habe. Gleichzeitig ist es mir wichtig, jeder neuen Folge frische musikalische Ideen zu geben. Die Kombination aus echten Instrumenten, Gesangsstimmen und Sounddesign fordert mich immer wieder aufs Neue heraus.

Auch die Songs spielen eine wichtige Rolle. Ich liebe starke Melodien und komponiere besonders gern Musik für gefährliche und bedrohliche Szenen.

Ausgangspunkt meiner Arbeit sind immer das Drehbuch und die Geschichte. Sie geben die Richtung für die Musik vor. Ich suche dabei stets nach neuen Ideen. Im Laufe meiner Karriere habe ich mit vielen unterschiedlichen Regisseurinnen und Regisseuren auf der ganzen Welt zusammengearbeitet. Deshalb ist es mir wichtig, ihre jeweilige Sichtweise zu verstehen und musikalisch umzusetzen – ohne dabei meinen eigenen Stil aufzugeben. Ich werde nie aufhören zu lernen, Neues auszuprobieren und mit musikalischen Ideen zu experimentieren.

Die enge Zusammenarbeit mit den Regisseurinnen und Regisseuren sowie den Produzentinnen und Produzenten war für mich ein großes Privileg. Hinzu kommt ein großartiges Ensemble und viele wunderbare Gastdarstellerinnen und Gastdarsteller, von denen ich einige am Set kennenlernen durfte.

Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr, Teil des „Usedom-Krimis“ zu sein. Und natürlich bin ich auch ein bisschen stolz darauf, dass die Reihe nun schon seit zwölf Jahren erfolgreich läuft.

DREHORTE

Zwei der wiederkehrenden Motive sind das Haus von Kommissar Rainer Witt und die ausgebaute Scheune, die Karin Lossow bewohnt. Beide Motive befinden sich auf einem Grundstück in Wolgast. Gleich nebenan, auf dem Nachbargrundstück, steht die alte Feldsteinkirche von Pastor Grubbe. Eine große Rolle spielen Drohnenaufnahmen von der Insel, sie entstanden u.a. an der Seebrücke in Ahlbeck, an der Zecheriner Brücke, an den Stränden sowie im Usedomer Hinterland.

DOPPELMORD

Auf der Seebrücke Zinnowitz wurden einige Szenen mit Katrin Sass und Steffi Kühnert gedreht. Auch der Strand von Peenemünde bildet bei mehreren Szenen die Kulisse. Der Hof von Sibil und Pelle Peddersen steht an der Haffstraße in Dargen. Der Fundort des Toten wurde ebenfalls an der Haffstraße gedreht. Das Motiv Spielothek wurde an der Wolgaster Straße in Sauzin realisiert.

MÖRDER UNTER UNS

Die Redaktion der Nord-Zeitung wurde im Haus Domke an der Friedenstraße in Heringsdorf gedreht und das Motiv für den Zeitungskiosk an der Touristinfo Ahlbeck ins Bild gesetzt. Das Haus von Mario Kachel steht im Usedomer Hinterland in Welzin. Das Motiv für die Inselklinik wurde am Setheweg in Heringsdorf inszeniert. Das Haus von Bernd Fehlow hat das Team im Ferienhaus Sonnenpark am Gothenweg gefunden und das Haus des Ehepaars Labahn am Wiesenblick – beide in Korswandt.

WUNSCHKIND

Das Motiv des Familienhilfevereins hat das Team in einem ehemaligen Schuhgeschäft in Zinnowitz eingerichtet. Bei der Rechtsanwaltskanzlei der Wichmanns handelt es sich um eine echte Kanzlei, die in Zinnowitz gefunden wurde. Im Film spielen Wasserschutzpolizei und ein Hafen eine wichtige Rolle: Die Szenen wurden in den Häfen von Krummin und von Zecherin gedreht. Die Szenen am Strand entstanden u.a. am Teufelsberg in Loddin.

Impressum

Herausgegeben von Presse und Kommunikation / Unternehmenskommunikation

Redaktion:
Bettina Brinker, NDR/Presse und Kommunikation

Mitarbeit:
Nicola Sorgenfrey, NDR

Gestaltung:
Janis Röhlig, NDR/Presse und Kommunikation

Bildnachweis:
NDR/ARD Degeto Film/Oliver Feist (Cover, Katrin Sass, Rike Lylloff, Till Firit)
NDR/Tracy Booth (Colin Towns)

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